Namibia

Swakopmund

Noch heute ist die Stadt Swakopmund geprägt von der ehemaligen deutschen Kolonie. Hier sind die architektonischen als auch sprachlichen deutschen Wurzeln unverkennbar. In vielen Geschäften kann man sich auf Deutsch verständigen, im Radio läuft deutsche Volksmusik und viele Straßennamen tragen noch deutsche Namen wie Bismarck und Kaiser Wilhelm. Es gibt hier Schwarzwälder Kirschtorte, Bratwurst mit Sauerkraut und Hackbrötchen. Die Einwohner nennen ihre Stadt auch gern das südlichstes Nordseebad. Auch das Klima erinnert mehr an Deutschland - es ist durch den Nebel morgens und abends gleich viel kühler, hier fühlt man sich nicht wie in Afrika.

Nicht zu übersehen ist die Old Jetty. Die alte Landungsbrücke von 1902 ist 325 Meter lang und ein Wahrzeichen der Stadt. Am Ende des Stegs befindet sich ein Restaurant.

Der historische Bahnhof war einer der ersten Bahnhöfe Namibias und wurde 1901 errichtet. Heute befindet sich in dem großen Gebäude ein Luxushotel.

Spaß gemacht hat uns eine 2-stündige Quadtour durch die berühmten goldenen Sanddünen der Namib-Wüste. Neben der Helme/Ausrüstung erhält man auch eine kleine Einführung in das Fahrverhalten. Dann erlebt man Nervenkitzel pur bei der aufregenden Tour durch die Dünen. 

Moonvalley

Die Landschaft ist wunderschön, und so werden auch 4 Stunden Fahrt nicht langweilig. Das Moon Valley macht seinem Namen alle Ehre, eine riesige mondähnliche Sand- und Kraterlandschaft, soweit das Auge reicht.

Namib Naukluftpark - Sossusvlei und Deadvlei

Namib Naukluft Nationalpark

Angekommen im Sesriem-Camp fahren wir zum Sesriem-Canyon. Beim Canyon hat sich der Tsauchab bis zu 30 Meter tief in das Geröll gegraben. Die frühen Siedler mussten sechs Ochsenriemen zusammenbinden (Afrikaans: ses riem), um das Wasser, das sich in kleinen Pools hier sammelt, für die Rinder und Schafe zu schöpfen. In diesem Canyon bekommt man einen imposanten Einblick in die Erdgeschichte Namibias.

Beim Sossusvlei handelt es sich um eine von Sanddünen umgebene Salztonpfanne, "vlei" genannt. Mit ihren bis zu 300 Metern Höhe gehören sie nicht nur zu den höchsten der Welt, sondern auch zu den attraktivsten. Das Sossusvlei, Deadvlei und der Sesriem Canyon liegen im Namib Naukluft Park, dem größten Naturschutzgebiet Afrikas. Der ständig wehende Wind hat den Sand der an den Küsten entstandenen Küstendünen (vor Millionen von Jahren) landeinwärts gebrieben.

Zum Sonnenuntergang geht es auf die Elim-Düne. Es ist sehr anstrengen, die Düne zu erklimmen: man hat das Gefühl, zwei Schritte rauf, drei Schritte zurück. Aber es lohnt sich auf jeden Fall: von hier oben bietet sich ein unglaublicher Blick in die weite Landschaft.Unglaublich ist auch der Sternenhimmel: So intensiv sieht man die Milchstraße sehr sehr selten.

Das Camp befindet sich innerhalb des Nationalparks, somit sind wir nicht auf die Öffnungszeiten angewiesen und haben die Möglichkeit, schon eine Stunde früher in den Nationalpark zu fahren, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf der Düne 45 zu sein. Was wiederum natürlich bedeutet: Ganz früh aufstehen, Zelt zusammenbauen und los geht es.Auch der Aufstieg auf die bis zu 300 Meter hohe Düne ist sehr anstrengend. Aber irgendwann ist es geschafft und wir werden mit einem fantastischen Rundblick über das Sandmeer der Namib zum Sonnenaufgang belohnt.Runter geht es so viel einfacher: Schuhe ausziehen und runterlaufen, ein Heidenspaß!Anschließend ging es weiter Richtung Deadvlei, hierzu wird auf jeden Fall ein Allradfahrzeug benötigt.Eine Wanderung, ca. 20 Minuten durch Wüstensand, bringt uns zu den toten Bäumen im Deadvlei. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Landschaft sieht skurril aus. Nur alle paar Jahre füllt sich das Vlei mal mit Regenwasser.Dieses Fleckchen Erde ist ein Paradies für jeden Fotografen: der blaue Himmel, die fast schwarzen Bäume im Kontrast zu dem Orange des Wüstensandes.

Das frühe Aufstehen hat sich absolut gelohnt, denn die Farben leuchten einmalig bei der auf- oder untergehenden Sonne. Abgesehen davon steigen die Temperaturen auch extrem an. 

Spitzkoppe

Die Spitzkoppe ist ein Inselberg mit 1728 m Höhe 120 km östlich von Swakopmund in Namibia, der seine Umgebung 700 Meter überragt. Dadurch erkennt man diesen Berg schon von Weitem. Aufgrund ihrer markanten Form wird sie auch als das „Matterhorn Namibias“ bezeichnet und gehört zu den meistfotografierten Bergen des Landes.

An der Rezeption befindet sich auch ein Restaurant und eine Bar. Das Restaurant serviert Frühstück, Mittag- und Abendessen.

Die Campsites sind sehr weit voneinander entfernt, man fühlt sich allein in der Wildnis.

Der Sonnenuntergang ist magisch, die untergehende Sonne lässt die Felsen in einem rot erstrahlen. Da es auf dem Platz keine Lichter gibt, ist der Sternenhimmel atemberaubend.

Damaraland

Auf dem Weg zum Etoscha-Nationalpark fährt man durch das Damaraland. Es ist Teil der Kuneneregion im Nordwesten Namibias. Es besticht durch eine bizarre, zerklüftete und felsenreiche Landschaft von bezaubernder und rauer Schönheit.

Die Tafelberge im Ugab-Tal

Der Etosha-Nationalpark

Der Etosha-Nationalpark ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet im Norden Namibias und zählt zu den bedeutendsten Wildreservaten Afrikas.

In Namibia ist er mit Abstand der bekannteste Nationalpark. Bereits 2007 wurden weite Teile des heutigen Areals unter Naturschutz gestellt. Er unterscheidet sich von den anderen großen und wildreichen Parks des südlichen Afrikas wie Chobe, Krüger oder Moremi durch die großen offenen und weiten Flächen, wodurch das Wild sehr gut beobachtet werden kann. Heute umfasst der Park eine Fläche von fast 22.300 km² und ist zum Schutz des Wildes komplett eingezäunt!

Im Park selbst befindet sich im östlichen Teil eine etwa 5.000 km² große Salzpfanne, welche durch Austrocknung des Binnendeltas des Kunene und dessen Flussbettverlagerung vor etwa 2 Millionen Jahren entstand.

Der Etosha National Park ist einzigartig innerhalb Afrikas. Das Hauptmerkmal des Parks ist die Salzpfanne, die sogar aus dem Weltall sichtbar ist. Trotzdem gibt es hier eine üppige Wildtierpopulation, die sich an Wasserlöchern versammelt, sodass Tiersichtungen garantiert sind. Zusätzlich ist der Etosha National Park einer der am zugänglichsten Reservate in Namibia und dem südlichen Afrika.

Durch die Einzäunung des Etosha-Nationalparks sind die dort lebenden Tiere auf das vorhandene Wasser- und Nahrungsangebot angewiesen. Deshalb geschieht die Wasserversorgung durch Wasserlöcher, die zum Teil natürlichen Ursprunges sind, aber auch künstlich versorgt werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, je geduldiger man an den Wasserlöchern ist, desto mehr sieht man auch von der Tierwelt.

Waterberg

Der Caprivistreifen in Namibia - Namibias tropisches Paradies

Wildreich und wild: Wer Elefanten, Löwen und Flusspferde ganz nah erleben will, bereist Namibias nordöstlichen Zipfel.

Der erste Eindruck ist die Armut, die hier doch sichtbarer ist als im Rest des Landes: Rundhütten, die Kinder spielen barfuss auf der Straße, Frauen holen Wasser von den Wasserstationen, Ziegen, Rinderherden überqueren die Straße, die Menschen bewegen sich auf Eselkarren.

Das Leben spielt sich auf der Straße ab.

Inzwischen kann man die Nationalstraße B8 ganzjährig befahren, 400 Kilometer führt die Straße durch die Sambesi Region (ehemals Caprivi-Zipfel) in Namibias Nordosten. Die Landzunge reicht im Süden bis Botswana, im Norden bis Angola, die Westgrenze bildet der Kwando und die Region Kavango und die Ostengrenze Sambia und Simbabwe.

Das Klima ist fast durchweg tropisch. Es gibt zwei Jahreszeiten: den regnerischen und mit Temperaturen über 35 ºC sehr heißen Sommer von Oktober bis April und den trockenen Winter mit Temperaturen bis 28 ºC. Vor allem in der Regenzeit steigen die ganzjährig wasserführenden Flüsse Kwando, Okavango und Nebenflüsse des Sambesi beträchtlich an. Dadurch trifft man auch viele Wildtiere hier an.

Hier ist Malariagebiet, man sollt sich unbedingt mit einer Malaria-Prophylaxe schützen und sich mit entsprechender Kleidung und Netzen vor Insektenstichen schützen.

Mudumu Nationalpark
Die Permit für diesen Nationalpark zahlen wir in einer abgelegenen Station. Wie sich herausstellt, gibt es zwar einen Plan mit den Straßen, aber so richtig ausgeschildert ist es dort nicht. Es kommt wie es kommen muss: Wir verfahren uns, aber so richtig. Plötzlich müssen wir ziemlich sandige Pisten fahren, wir wissen nicht, ob diese noch schlimmer werden und vor allem: Wir wissen nicht mehr wo wir sind. Der Adrenalinpegel steigt extrem an. Irgendwann beschließen wir umzudrehen, um die gesamte Strecke wieder zurück zu fahren. Und was passiert? Wir verfahren uns schon wieder, unglaublich. Irgendwann finden wir duch einen glücklichen Zufall die Hauptstraße wieder ... und sind überglücklich, nicht irgendwo allein im Sand stecken geblieben zu sein...

Kwando River, Bootstour